„Ich bin ein überzeugter und konsequenter Kritiker des Parteien-Parlamentarismus und Anhänger eines Systems, bei dem wahre Volksvertreter unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit gewählt werden.“
Alexander Issajewitsch Solschenizyn, 2007

Mittwoch, 23. August 2017

Treffend bemerkt!

von LePenseur

Kann man denn von einem neuen Österreich sprechen, wenn der Hoffnungsträger TürkIS eine Neue Volkspartei ohne Österreich im Namen propagiert?

... meinte Kommentarposter franz-josef bei Unterberger.



Telefonterror

„Telefonterror gegen Frau von Sigmar Gabriel“ informationsbalkt n-tv reißerisch durch die Nacht, und so fragt sich der müde Medienkonsument, was denn da geschehen sein kann. Haben die ultrarechten Vollnazis der AfD ihre Waffen-SS gegen den helldeutschen Kämpfer losgelassen, auf dass sie seine arme Frau am Telefon stalken und mit Hakenkreuzigung bedrohen? Haben Pegida-Rentner eine sms mit einem symbolischen Pappgalgen aus Dresden geschickt? Oder hat Alexander Gauland himself ihr ein unmoralisches Angebot gewhatsappt?

Nein, nachdem der Stinkefinger-Siggi den Irren vom Bosporus herausgefordert hat und sich beide eine fröhliche Proleten-Pöbel-Challenge liefern, die im Sommerloch gerne mal die wenigen wichtigen Themen unter sich begraben, glauben sich einige Anhänger des Sultans berufen, nicht nur türkische Fahnen schwingend durch alemannische Straßen zu marschieren sondern auch ihren Hass und ihre Verachtung auf die teutonischen Köter zu artikulieren. Etwas, was biodeutsche Vorstadtkinder in staatlichen Schulen täglich in jeder Pause physisch durchleben können.

Nun bin ich ein erklärter Feind der Sippenhaftung. Die Frau von Gabriel kann nichts dafür, dass ihr Mann ein nicht gerade sympathischer Pöbelprolet ist, der immer noch glaubt, Diplomatie wäre uninteressant, weil man sie nicht essen kann. Sie kann zwar was dafür, dass der Typ ihr Mann ist, aber wer einen Wickel mit dem Dicken hat, soll sich gefälligst gegen ihn und nicht die Angehörigen wenden. Generell und Punkt. Auf Angehörige losgehen, das geht nicht.

Allerdings muss man sich jetzt mal zurücklehnen und herausfinden, was denn jetzt wirklich passiert ist. Wenn man sich das hier in der FAZ anschaut, bekommt man den Verdacht, es in diesem Fall mit dem absolut entbehrlichen „Mimimi“ eines Mimöschen zu tun zu bekommen.

Die Polizei in Goslar (...) bestätigte am Dienstag, dass auf dem Anrufbeantworter der Zahnarztpraxis der Frau am Montagmorgen ein Anruf bemerkt worden sei, der sich auf Gabriels politische Tätigkeit bezogen habe. Eine Überprüfung habe jedoch ergeben, „dass nach erster Einschätzung keine Straftatbestände erfüllt sind“, hieß es in einer Mitteilung.
(…) Eine Gefährdungslage, „die über die allgemeine Gefährdungseinschätzung des Bundesaußenministers hinausgeht“, lasse sich aus dem Telefonat nicht ableiten.“

Schönes Beamtendeutsch. Sagt unter dem Strich: da war nix. Da hat ein Anhänger des Osmanensultans eben angerufen und in der in diesen Kreisen gern gelebten kreativen Formulierungskunst seinem Idol nachgeeifert. Unschön, aber mit „Terror“ hat das absolut nichts zu tun. Im Gegensatz zu anderen Angriffen gegen Politikerfrauen. Denen mal eben das Auto abgefackelt wird oder das Küchenfenster mit einem Pflasterstein eingeworfen.

Aber deren Männer sind eben bei der AfD, da ist der dicke Empörling plötzlich ganz stumm, wenn sowas passiert. Was, da wird fast eine schlafende Frau in ihrem Haus abgeheizt, und wird nur gerettet, weil Nachbarn das direkt neben dem Haus brennende Auto bemerken und die Feuerwehr rufen? Egal, ist eh, darf man gerichtlich festgestellt so sagen, eine Nazischlampe.

Na Siggi, merkst du den Fehler? Erkennst du dein jämmerliches Gegreine als die Peinlichkeit, die es ist?

Aber es kommt ja noch besser. Man kann davon ausgehen, und mich wundert das jetzt nicht wirklich, dass diese Gestalten gar nicht mehr merken, was sie da überhaupt absondern. Wenn das Thema nicht so traurig wäre, könnte man den ganzen Tag drüber lachen. Ich meine, Leute, gebt euch bitte mal diese Situation und denkt mal darüber nach, ganz in Ruhe und am Besten im Sitzen:

Der Dicke steht auf einem Boot direkt neben seinem Kumpel Heiko Maas, und es ist enorm wichtig darauf hinzuweisen, dass in diesem Moment Heiko Maas neben ihm steht, genau der Heiko Maas, eh schon wissen, der dabei auch noch bedröppelt in die Kamera schaut wie nur Heiko Maas bedröppelt schauen kann, und der Siggi blubbert empört:

Wenn die Spitze eines Staates anfängt, derartig gegenüber Personen vorzugehen, gibt es leider Menschen, die meinen, sie hätten das Recht, dann auch noch persönliche Bedrängnisse zu organisieren.“

Ich liebe die modernen Zeiten, sie eröffnen einem Möglichkeiten, ohne die das Leben seine skurrilsten Momente nicht konservieren könnte. Man kann heutzutage in einem digitalen Bilderrahmen nämlich Videos an die Wand hängen.
Dieser Moment mit den beiden, bei dem ich unwillkürlich an „Dick und Doof“ denken musste, was ich allerdings niemals zugeben würde, weshalb ich das auch hier lieber nicht hinschreibe, hat es sich verdient, zur täglichen Erbauung gespeichert zu werden.
Da steht ein Genosse neben Maas und erklärt faktisch, dass das Aufhetzen von Antifanten gegen Privatpersonen durch Repräsentanten der Regierung ein Unding ist, und der Zensurminister verzieht keine Miene.
Ja, genau dafür gibt es Wände und wurden Dinge wie Nägel und digitale Bilderrahmen erfunden.
Herrlich!

Dienstag, 22. August 2017

»FBI warnt vor Kaspersky-Produkten«

von LePenseur


... titelt DiePresse im Alarmsirenenton, und setzt im Teaser warnend fort:
Unternehmen, die im Infrastrukturbereich tätig sind, sollen laut US-Bundespolizei auf Produkte des Software-Unternehmens verzichten. Das FBI vermutet Zusammenarbeit mit russischem Geheimdienst. 
Süß! Und wir alle »vermuten« nicht bloß, sondern wissen seit den diversen Enthüllungen durch Wikileaks etc., daß Microsoft, Google, Norton & Co. mit dem amerikanischen Geheimdienst nicht bloß »zusammenarbeiten«, sondern diesem direkt zuarbeiten und Daten aufbereiten.

Die Masche mit dem »Haltet den Dieb!«-Geschrei funktioniert halt nicht mehr, liebe US-Spione! So sorry ...


Überraschung

Eine Überraschung erlebte der Pfarrer von Wieselburg. Die Kirche war aufgebrochen, verwüstet, geschändet und das Altartuch danach als Klopapier benutzt. Zum Glück fand sich angeblich ein Pentagramm aus Sand, so deutet alles auf satanisches Wirken hin.
Sonst könnte man fast glauben…

Guselkabinett

Eine jener Gestalten aus dem Dunstkreis der Roten, auf deren mediale Präsenz nach ihrem Abgang man für den Rest seines Lebens gerne verzichtet hätte, gerät nicht nur in den Fokus der Medien sondern drängelt sich, bezeichnenderweise in einem der parteinahen Gratisblätter, zurück in die Aufmerksamkeit der Medienkonsumenten: Alfred Gusenbauer, der Kanzler von der traurigen Gestalt, dessen Scheitern nur sehr kurze Zeit zu einem Aufatmen führte, weil ihm, was damals kaum jemand für möglich hielt, etwas Schlimmeres nachfolgte. Ich kann mich noch an meine damalige Bestürzung erinnern, als ich nach einigen Monaten Faymann erkennen musste, dass ich Gusenbauer rückblickend sogar für erträglich hielt, was mir während seiner Kanzlerschaft nur selten widerfuhr.

Da seine Peinlichkeit gerade dabei ist, wie schon gestern hier festgestellt wurde, den Roten dabei zu helfen, das wahre Gesicht (nennen wir es mal so) hinter der Maske der sozialen Gerechtigkeit und fairen Umverteilung zu zeigen, wofür ihm gar ein gewisses Maß an Dank gebührt (obwohl Dank wohl das falsche Wort ist, so wie ja auch dem Erbrochenen nicht Dank gebührt, nur weil man aus diesem ablesen kann, an welchem Grad der Völlerei der Körper leidet), habe ich sein aktuelles Interview in „heute“ mit Interesse verfolgt – und wurde in Erwartung weiterer Peinlichkeiten nicht enttäuscht.

Gusenbauer wettert gegen „mediales Kesseltreiben““

Typische Strategie: Man furzt in der vollen Straßenbahn und wettert dann lautstark gegen das Ferkel, das dafür verantwortlich ist, dass es so stinkt.
Aber mit Kesseltreiben kennt sich der Herr ja aus, immerhin war er offensichtlich mitverantwortlich für das inzwischen ein ganzes Jahrzehnt dauernde Kesseltreiben und die mediale Hetze inklusive künstlicher Klagsflut gegen Grasser. Und an diesem ebenso permanenten wie bis heute erfolglosen Versuch, einen Menschen medial zu schlachten und sozial zu isolieren, muss sich auch ein Herr Gusenbauer messen lassen.

Da werden triefende Unwahrheiten verbreitet. Die Fakten interessieren manche Journalisten überhaupt nicht, sondern sie zeichnen unbeirrt von der Realität ein falsches Bild von mir.“

Nein, das war, auch wenn es in diesem Falle sogar stimmen würde, nicht der KHG, sondern der Gusi. Welche Unwahrheiten werden verbreitet? Dass er in einem Geschäftsnetzwerk mit mehr als zwielichtigen und mutmaßlich hochkorrupten Gestalten verstrickt ist, dem vorgeworfen wird, dubiose Geschäfte mit afrikanischen Despoten zu machen? Dass Protagonisten dieses Netzwerkes wegen dieser Vorwürfe sogar schon in U-Haft saßen und sitzen? Dass dieses Netzwerk auch über ihn mit der heimischen SPÖ verbandelt und verknüpft ist und auch Seitenfäden zu heimischen Konzernen besitzt, die ihre Großaufträge wiederum von den gleichen Leuten bekommen, die Geschäftsbeziehungen mit diesem Netzwerk haben? Alles triefende Unwahrheiten? Oh. Dass das keiner dem Mossad erklärt hat.

In dieser von ihnen geschaffenen Realität soll ich für SPÖ schädlich sein. Dieses falsche Bild dient dann als Anlass für das mediale Kesseltreiben gegen mich.“

Stimmt, schädlich ist er nicht. Nicht mehr als der ganze Rest des roten Sumpfes, der um ihn herum blubbert. Nur in einem irrt er: diese Realität haben nicht Medien geschaffen, sondern die Genossen selbst. Das Bild eines korrupten Sumpfes ist nicht falsch. Es ist nur ungewohnt, denn sehr lange haben es die Sozen verstanden, ihre Tümpel gut zu verstecken, aber wie das Sprichwort so schön sagt, irgendwann fangen alle noch so gut im Keller versteckten Leichen an, bis unters Dach zu stinken.

„Außerdem bin ich nicht Teil des Wahlkampfteams der SPÖ, ich habe keine Funktion dort.“

Ach. Selbst wird jeder Furz eines FPÖ-nahen Blasmusikkapellenleiters hergenommen, um riesige Wellen zu schlagen, und zu Gusenbauers Zeiten war kein Dorffunktionär zu klein und kein Büromitarbeiter irgendwelcher Provinzblauen zu unbedeutend, um nicht aus jedem von denen gekauften T-Shirt eine Staatsaffäre zu stricken, aber wenn einem plötzlich selbst der Blitz in die Schüssel fährt, während man draufsitzt, dann ist das plötzlich an eine Funktion im Wahlkampfteam gebunden?
Ach, helfen nicht alle Genossen fleißig mit? Geht den Rest der SPÖ die Wahl nichts an, wird die allein vom Niedermühlbichler und dem Kern geführt? Wählen die letzten Verblendeten im Oktober eigentlich nur das Wahlkampfteam, und der Rest der SPÖ hängt da nur so zufällig dran? Und wer keine Funktion im Wahlkampfteam hat, bei dem ist die Intensität des Miefs egal?
Interessantes Denkschema.

Für vieles was mir unterschoben wird, bin ich weder zuständig, noch verantwortlich oder sonst etwas. Ich bin einfach ein gesetzestreuer österreichischer Steuerzahler. Punkt.“

Ach, da muss ich jetzt aber nicht mal mehr den Grasser bemühen, bei dem das bis jetzt sogar Gerichte immer wieder festgestellt haben oder einfach aufgegeben haben, etwas anderes feststellen zu können, nein, da reicht es, einen beliebigen österreichischen Kleinunternehmer herzunehmen und die Messlatte der Roten anzulegen. Oder ich nehme einfach mal den Strohsack Franzl her. Der hat im Gegensatz zum ehemaligen Prinzregenten der Arbeiterpartei real tausende Arbeitsplätze in Österreich geschaffen und haufenweise Steuern gezahlt, aber den Umgang der Roten mit ihm im Wahlkampf war mit unappetitlich noch diplomatisch umschrieben.

Was der Gusenbauer da absondert ist peinliches Mimimi, das billige Greinen eines Kindes, das plötzlich erkennen muss, wie ungerecht die Welt ist, weil ihm jetzt das Gleiche widerfährt, was man selbst nur anderen an den Hals gewünscht und geschickt hat.

Was daran nicht mit sozialdemokratischen Werten vereinbar sein soll, weiß ich nicht.“

Tja, genau das ist ja der Punkt. Ganz exakt das. Die Nadelstreifgenossen aus der Sozenschickeria schlürfen mit dubiosen Spekulanten Austern und spülen mit Schampus nach und begreifen nicht, wo das mit sozialdemokratischen Werten unvereinbar sein könnte. Über was sagt das jetzt mehr aus, über die Sozialdemokraten oder über deren angebliche Werte?
Aber keine Sorge, lieber Gusi, du musst es nicht wissen. Wir wissen es. Das reicht.

Ich arbeite viel und bin permanent rund um die Welt unterwegs. Ich versuche, meiner Tätigkeit als Kaufmann, Investor und Aufsichtsrat nachzukommen. Das bringt zwar einen gewissen Ertrag, aber im Vergleich zu dem, was bei wirklich erfolgreichen Unternehmern zu Buche schlägt, ist das alles bescheiden.“

Danke für den brutalen Schlag in die Fresse jedes kleinen und mittleren Unternehmers, der nicht über politische Seilschaften verfügt und während einer politischen Amtszeit Netzwerke knüpfen kann, der mühsame Akquise betreiben muss um seine Ware, für die er ein die Konkurrenz in den Hintergrund drückende Qualitätsmerkmale erfinden muss und deshalb nicht zu den „wirklich erfolgreichen Unternehmern“ gehört, die die Bezüge eines Herrn Gusenbauer einkassieren können. Es ist erstaunlich, welches Maß an Präpotenz und Kaltschnäuzigkeit in diesen elitären Sozenkreisen erreicht wird und es ist erhellend, mit welcher Selbstverständlichkeit hier diese Selbstherrlichkeit auf dem silbernen Tablett gereicht wird.

Das Bild ist ernüchternd: die Partei, die in Klassenkampfvideos den wirklich aus eigener Kraft wirtschaftenden Unternehmer als mafiösen Blutsauger darstellt, mästet in ihrem Obergeschoss Typen, die keinerlei Genierer mehr haben, ihre während vom Steuerzahler bezahlten Amtszeiten aufgebauten Netzwerke zum lebenslangen Geldverdienen zu nutzen und dann auch noch den kleinen Unternehmen ein präpotentes „Ätsch, ihr Loser, zahlt und kuscht!“ zuzurufen.

Manche Kritiker haben ein anderes Problem: Schon als ich damals Bundeskanzler geworden bin, war es für sie ein ungerechtfertigter Unfall der Geschichte. Dann haben sie versucht, mich abzuschießen. Als das gelungen war, bin ich aber zur allgemeinen Überraschung nicht in Sack und Asche durch die Gegend gewandert. Sondern ich habe ein neues Leben aufgebaut, das nicht ganz unerfolgreich ist. Das passt natürlich in das selbstgeschaffene Bild einiger Journalisten überhaupt nicht hinein.“

Mimimi. Mimimimimi. Mimi.
Was für eine Peinlichkeit. Der Mann war für mich als Kanzler untragbar. Seine Wohlversorgung im Dankbarkeitsnetzwerk erwartbar, alles andere wäre ein Traditionsbruch. Und jetzt stellt der das als von ihm mühsam erkämpften Erfolg hin. Ist das putzig!
Ich behaupte einfach mal, dass unter den normalen Bedingungen des freien Marktes der Herr Gusenbauer aus eigener Kraft kaum aus der Ebene der Klinkenputzer aufgestiegen wäre. Und bis heute spreche ich ihm ebenso wie dem jetzigen Kanzlerdarsteller, vom Taxler rede ich gar nicht, die Überlebensfähigkeit mit seinen Innovationen am freien Markt ab. Die haben nichts zu bieten, was die freie Wirtschaft brauchen kann, außer einem Netzwerk zu Entscheidungsträgern, die Staatsaufträge gegen Dankbarkeitsposten versprechen.
Man beweise mir das Gegenteil.

Montag, 21. August 2017

Tröstliches

„Aufatmen in Marseille“, jubelt n-tv, „der Fahrer des Kleinwagens, den er in zwei Bushaltestellen lenkte, ist offensichtlich kein Terrorist, bei ihm wurden Papiere einer psychiatrischen Einrichtung gefunden.“
Das wird die Angehörigen des Opfers und die Verletzten aber beruhigen. Welcher Tote atmet nicht auf, wenn er feststellt, dass er kein Opfer eines muslimischen Terroristen sondern nur eines muslimischen Irren geworden ist, wobei sich mir der Unterschied jetzt nicht wirklich erschließt?
„Der Polizei war der Mann bekannt wegen Drogendelikten und Waffenbesitz.“
Das muss nichts heißen.
„Zeugen sagen aus, er hätte „Allahu akbar!“ gerufen.“
Das darf nichts heißen.
Mehr kann man dazu nicht sagen.

Hass und Hetze

Muss man dazu noch etwas sagen?
Ein Facebook-Post einer CSU-Funktionärin zu den Anschlägen in Barcelona:

Bei solchen CSU-Funktionärinnen weiß man, warum der Seehofer so zahm daherkommt. Abgesehen von der rein optischen Abschreckung (ich dachte im ersten Moment, der Hofreiter Toni hat sich rasiert, da hätte ich auch das Posting verstanden)...
Besonders erstaunlich finde ich an der Causa aber die hinter dem Ganzen steckende Ideologie. Nicht radikale Muslime oder jene, die das Eindringen solcher in die EU befördern oder das Abschieben solcher unmöglich machen sind schuld am detonativen Missionierungswahn der sprenggläubigen Surensöhne, sondern die AfD. Das muss ja jedem einleuchten, denn immerhin gab es vor der AfD ja nirgends muslimischen Terror auf der Welt, und in der EU schon gar nicht.
Eine CSU mit solcher Basis kann locker mit den Grünen und der Linken eine Koalition bilden.
Meine Fresse, was für eine von Hass durchseuchte Welt, kein Wunder dass solche Gestalten allen anderen Hass und Hetze unterstellen – sie können halt nicht anders, als von sich auf andere zu schließen...

Sittenbild

Den Sozen fliegt gerade ihre ganze Freunderlwirtschaft um die Ohren. Nach dem zeitlich höchst unpassenden Aufkochen der Connections hinter den Kulissen der „sozialen Gerechtigkeit“, vor denen Kleinunternehmer und Gastwirte zum Erquicken der eigenen Cheerleader als generalverdächtige Steuerverbrecher geschlachtet werden, und hinter denen sich die Kämpfer für die „Kleinen Leute“ und die Mindestpensionserhöhung um 6 Euro mit Spekulanten, dubiosen Geschäftemachern und windigen Gestalten im Bett suhlen, ihre Exparteivorstände in wirtschaftliche Netzwerke verstricken und ihre Familienangehörigen bei Konzernen unterbringen, die gleichzeitig Auftragnehmer des Staates sind und mit fetten Spenden befreundete politische Parteien mästen, offenbart sich ein verheerendes Sittenbild.

Die Causa Gusenbauer dürfte sich für den Ungewählten dabei zu einem ziemlichen Bleigewicht auswachsen, das ihm ordentlich an den Füßen zieht. Dass im Schatten der strahlenden Auftritte des Slim-Fit-Gerechtigkeitskanzlers, der den eigenen Genossen nach den Peinlichkeiten Gusenbauer und Faymann endlich wieder als herzeigbare Frontfigur erschien, ein Sumpf aus Korruption und Zwielicht brodelt, raubt den Sozen jegliche Glaubwürdigkeit. Sich als Interessenvertreter der Kleinen aufzuspielen, dabei immer aktiv gegen die BMW-Wirtschaft („Bäcker-Metzger-Wirte“) vorzugehen, nur verbal auf die „Superreichen und Spekulanten“ einzudreschen und sich dann ausgerechnet mit den dubiosesten von denen auf ein Packerl zu hauen, das funktioniert nicht.
Man erinnere sich: Man hat Haider einst (durchaus zu recht) immer vorgeworfen, dass jemand, der im Porsche posiert, als Vertreter der einfachen Leute unglaubwürdig ist. Was sind dann die Roten?

Und in das Schema passt ja auch der kleine Niko. Ich würde es mir ja sparen, den Sohn vom Fahrdienstleiter mit auf die Bühne zu zerren, aber das hat ja der Papa ganz allein schon als Erster gemacht. Jetzt fällt das natürlich zurück. Dass der Liebhaber teurer Uhren diese nur von einem Freund geliehen hat, sagt ja, ohne dass der das überhaupt bemerkt, einiges über seine Freunde aus. Auch die ultralinke Parteijugend lässt sich nicht nur gern in einem Konzern versorgen, dem der Papa die Aufträge besorgt, sondern umgibt sich bereits mit Freunden aus den Reihen genau jener Superreichen, gegen die vorne so gewettert und mit denen hinten in den Decken gesuhlt wird. Man holt halt, was einem zusteht. Und fühlt sich dabei auch noch moralisch im Recht.

Die Geschäfte des Netzwerkes um Silberstein, bei denen es wohl um Gold- und Diamantenminen in Afrika und Korruption gegenüber den dortigen politischen Verantwortlichen geht, also genau jene dreckigen Geschäfte zur Ausbeutung Afrikas, die ja angeblich mit allen Mitteln bekämpft gehören und eine der hauptsächlichen Ursachen für die Flucht armer Afrikaner nach Europa sein sollen (nein, auf das Märchen gehe ich jetzt nicht weiter ein, das würde den Rahmen sprengen), haben schon einen recht miefigen Geruch. Dass über Namen aus diesem Netzwerk wie Benko auch Haselsteiner damit in Verbindung gebracht wird, bei dem des Kanzlers Söhnchen gerade ein feines Unterkommen gefunden hat, macht aus dem Mief einen ordentlichen Gestank.
Man darf damit rechnen, dass zur Ablenkung von diesem Dreckshaufen, der sich dort in jahrzehntelanger Mauschelei hinter der Bühne des strahlenden Kanzlerdarstellers aufgetürmt hat, in den nächsten Wochen einige künstliche Skandale und Schmutzkübelkampagnen und wenn gar nichts mehr hilft herbeigerufene Krisensituationen dafür sorgen werden, dass keiner mehr genau hinriecht. Wer jetzt noch Rot wählt soll aber wissen, mit wem er sich verbrüdert.

Und so nimmt es auch nicht Wunder, dass mit Rotraud Perner ein Urgestein der Sozialisten die Schnauze voll hat und hinschmeißt.
Na gut, bei der war es nicht der Sumpf, der hat sie bisher anscheinend nicht sonderlich gestört. Aber die Art und Weise, wie von den Roten jetzt vom eigenen Dreck abgelenkt werden soll, indem sie den politischen Gegner unter der Gürtellinie aufs Primitivste anrotzen, wobei man mit dem Herrn Niedermühlbichler einen begnadeten Wortkünstler für proletenhaftes Anpöbeln gefunden hat, reicht der Frau jetzt. Dass sie als typische Feministin erst reagiert, wenn Frauen niedergemacht werden, mit dem primitiven Anrotzen von Männern aber kein Problem zu haben scheint, mag man als Randnotiz zur Kultur in der SPÖ zur Kenntnis nehmen. Meine Erfahrung mit Gruppen aus dem inneren Kreis der Roten auf Landesebene ist die von ziemlich, sagen wir mal diplomatisch, trinkfesten und volksnah derben Funktionären, die gerne mal schlüpfrige Witze und ein bisschen Hass und Verachtung auf Andersdenkende rauslassen, etwas barocker ausgedrückt ein unappetitlicher Haufen fester Arschlöcher. Man muss solche Kreise mögen, um zu ihnen zu gehören oder sie zu wählen.

Wirklich putzig ja der Versuch des roten Oberproleten, seinen Ausrutscher umzudeuten und zu relativieren. Die sind selbst, wenn sie mit Anlauf und Spritzen in einen riesigen Fettnapf gesprungen sind nicht in der Lage, sich einfach mal zu entschuldigen. Nein, er redet sich darauf hinaus, nur ihre politische Qualifikation zu hinterfragen, was man ja wohl tun dürfe.

Der SPÖ-Bundesgeschäftsführer hatte sich gefragt, "welche politischen Konzepte eine Miss Burgenland, eine Ex-Miss Austria oder eine Weinkönigin einbringen können".“

Niedermühlbichler bedauerte seine Aussagen am Samstag. "Es steht mir selbstverständlich fern, den drei Kandidatinnen ihre berufliche Qualifikation abzusprechen, die Frage nach der politischen Qualifikation muss aber gestattet sein", meinte er am Samstag gegenüber der APA.“

Er hat nirgends die berufliche Qualifikation angezweifelt, mit keinem Wort. Er hat ihnen die politische Qualifikation abgesprochen, weil sie eben in ihrer Freizeit auch Missen oder Weinköniginnen waren. Genau das Denken der oben von mir erwähnten roten Funktionäre, die abends an der Bar über die depperten Weiber im Büro lachen und blöde Witze reißen nach dem Motto: „Ich habe nichts gegen Frauenbewegungen, solange sie schön rhythmisch sind, hahaha.“
Was macht denn die „politische Qualifikation“ für den Herrn aus? Langfristiges Hocharbeiten, Hochintrigieren und Hochkriechen durch die relevanten Hinterteile im Parteienstadel? Darf nur jemand Politik machen, der lange genug in dem Dreck herumgewühlt hat, der gerade aus der SPÖ-Zentrale an die Oberfläche blubbert? Sind einfache Leute, Mechaniker, Kellner, Angestellte, in ihrer Freizeit auch gerne Weinköniginnen oder Fußballspieler, nach dem Denken dieser abgehobenen präpotenten Armleuchter also einfach zu doof, um in der Politik mitreden zu dürfen?

Nein, was dieser Niedertrachtbichler da abgesondert hat, war nicht sexistisch, da irrt die Frau Perner, das war einfach abgehoben, selbstherrlich, größenwahnsinnig. In der Zentrale der Partei der Arbeiter fallen die Masken. Man packelt mit dubiosen Geschäftsleuten, wohlversorgt Familie und Freunderl, stopft sich die Taschen voll und verachtet den primitiven Pöbel, von dessen Arbeitsleistung man fett lebt und den man zur Abgabe der Stimme von vorne bis hinten belügt.
Das Sittenbild dieser Sozialisten kann man sich einrahmen. Das hat künstlerischen Wert.

Wen wundert es da noch, wenn die Sozen ihrer Hauspostille den Auftrag geben, zu verbreiten, illoyale Wechselwähler würden als unzuverlässig sozial geächtet und würden mies angeschaut. Man hat wohl Angst, die letzten Getreuen könnten flüchten und versucht die jetzt noch ordentlich zu impfen.

Sonntag, 20. August 2017

Die Zeichen stehen auf Schwarz/Rot

von LePenseur


Machen wir uns nichts vor: die Wahrscheinlichkeit, daß es in Österreich zu einer Schwarz/Blau-Koalition kommen könnte, ist minimal. Oder Kurz ist nicht bloß das österreichfremden (EUrokraten, Soros & Co.) Interessen verpflichtete Windei, für das ich ihn halte, sondern wäre noch dazu — wie der Wiener sagt — fetzendeppert (wofür ich ihn freilich nicht halte). Glaubt er, daß er mit seinen beiden neuesten Quereinsteigern, Moser und Engelberg, einer Schwarz/Blau-Koalition gedient hat?

Dann wüßte er nicht, daß man, wenn man einen Partner haben möchte — und daß die ÖVP die Absolute schafft, davon wird wohl nicht mal Kurz im NLP-Höhenrausch fabulieren! — diesen vor der Wahl tunlichst nicht total vergrätzt, indem man ihm einen jahrzehntelangen Mitarbeiter abwirbt?

Bei Dönmez hatte Kurz ja immerhin die (zwar auch etwas dürftige) Ausrede, daß dieser nach Mobbing aus seiner angestammten Partei selbst ausgetreten ist — und außerdem ist für Kurz beim derzeitigen Sturzflug der GrünInnen aus einer Koalition mit dieser Todestruppe ohnehin nicht zu gewinnen.


Moser hingegen war jahrelang Mitarbeiter im FPÖ-Parlamentsclub, bevor er dann von der FPÖ als Rechnungshof-Präsident nominiert wurde. Ihn abzuwerben, mag Kurz zwar die eine oder andere Wählerstime bringen, hat ihm aber den begreiflichen Unmut der gesamten FPÖ-Führung zugezogen.

Und der Vergleich macht uns sicher: »seltsamerweise« findet sich kein prominenter Roter nun auf der Liste der Kurz-VP. Und auch bei den Pinken hat er sich vornehm zurückgehalten. Tja, warum wohl nur ...?

Ebenso deutet die Anwerbung des links-»liberalen« Engelberg, der »ganz zufällig« Ehemann von Danielle Spera ist, auf was auch immer, aber nicht auf Schwarz/Blau. Spera war in ihrer Zeit als Fernsehmoderatorin eine der fanatischsten Anti-FPÖ-Dreckschleudern, die der ORF je hatte — und das will angesichts diese ultralinken Desinformationstruppe schon was heißen! Und jener Engelberg, über dessen Aspirationen auf den Sessel des Wiener Kultusgemeindepräsidenten man überaus interessante Artikel im Internet findet, läßt ein Bemühen um FPÖ-Nähe nun nicht wirklich vermuten.

Mit anderen Worten: der Basti denkt offensichtlich nicht daran, Schwarz/Blau zu wollen! Er bastelt offenbar an einer Neuauflage von SPÖVP, nur daß dann die (in der Trendfarbe türkis umlackierten) Schwarzen den Kanzler stellen sollen. Oder, wenn alle Stricke reißen, irgendwas mit den Pinken, wenn sich's ausgeht.

Wer als Österreicher wenig Lust auf eine Fortsetzung der Katastrophen- und Proporzpackelei-Politik hat, wird wohl nicht bei Kurz & Consorten sein Kreuzerl machen können. sonst fragt er sich am 16. Oktober vermutlich: »Wozu haben wir überhaupt gewählt?«

Gut lachen…

...kann dieser Herr über sein Ausgedinge.

Oder wie der große deutsche Denker Joschka F. nach dem Wurf seines letzten Steines auf deutsche Polizisten nachdenklich über das Geld der teutonischen Steuerschafe als solches referierte:
...es kann auch radikal verschwendet werden – Hauptsache, die Deutschen haben es nicht."