„Ich bin ein überzeugter und konsequenter Kritiker des Parteien-Parlamentarismus und Anhänger eines Systems, bei dem wahre Volksvertreter unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit gewählt werden.“
Alexander Issajewitsch Solschenizyn, 2007

Samstag, 21. Oktober 2017

Schröckliche Dinge

Es ist absolut erschreckend, wie sich unter der türkis-braunen Hetze der Ultrarechten, die nach dem letzten Wochenende sichtbar Oberwasser in Österreich bekommen, Diskriminierung und tätliche Angriffe gegen traumatisierte Schutzerflehende mehren.
So wie hier in der „Krone“ dokumentiert.

Da betteln zwei vor Hunger und Elend geflüchtete Fachkräfte, von der xenophoben Mehrheitsgesellschaft in eine karge „Unterkunft“ geparkt, statt sie am gesellschaftlichen Wohlstand teilhaben zu lassen und ihnen eine Wohnung oder ein Haus im Grünen nebst rund um die Uhr prall gefülltem Kühlschrank zu überlassen, um eine bescheidene Grundversorgung mit Nahrungsmitteln, und anstatt dem Wohlstand unseres Staates entsprechend mit feinem halal zubereiteten Fettschweif auf Kichererbsenpüree gelabt zu werden bietet ihnen der Mitarbeiter, der ja eigentlich für die Wohlversorgung und das Wohlergehen der Schutzsuchenden zuständig sein sollte, nur altbackene Semmeln an mit der fadenscheinigen Ausrede, was anderes gäbe es eben nicht. Nur weil es gerade nachts um eins ist.

Hat der denn kein bisschen kultursensibles Gespür? Diese armen Opfer kommen eben aus anderen Zeitzonen, deren von Hunger und Leid gequälte Mägen sind es eben zu anderen Zeiten gewohnt, Nahrung aufzunehmen. Doch es kommt noch schlimmer: als die beiden Schützlinge ihrer Bitte um ordentliche Nahrung mit schlagkräftigen Argumenten folkloristisch Nachdruck verleihen wollen, zückt dieser offenbar bar jeder sozialen Empathie Fremdenhassende sein Pfefferspray und attackiert die beiden armen Verhungernden brutal. Scheinbar glaubt der, nur weil der politische Wetterhahn in Wien sich jetzt quietschend nach rechts ruckend in eine neue Position manövriert hat, hat er Oberwasser und kann so mir nichts, dir nichts seine Xeno-, Islamo- und Asylophobie ausleben und die Ärmsten der Armen einfach so angreifen?!
Nichts da, natürlich rückte dieses Mal die Polizei an, immerhin fiel eines der Kultursensibelchen glatt aus den Pantoffeln, als der böse Selbstverteidiger ihn brutal mit Pfefferspray angriff.
Die Anklage wegen Körperverletzung ist fertig. Braucht keiner denken, er könne sich einfach ungestraft verteidigen.

Wo kommen wir denn da hin, wenn sich die Bediensteten keck gegen die neuen Herren stellen und sich vielleicht noch gegen den einen oder anderen Haken aufs Zifferblatt zur Wehr setzen? Körperliche Züchtigung der Untergebenen ist laut Koran erlaubt.
Wann begreifen die das endlich?
(Und wieder hat es einen „Helfer“ erwischt.)

Ich wäre dafür, dass man diese offenbar mit der kulturellen Bruchlinie, an der sie arbeiten, Überforderten endlich aus den Unterkünften für Gestrandete abzieht. Es könnten viel fähigere Leute, mit höherer Kultursensibilität, Toleranz und moralischer Festigkeit diese Jobs der Nachtbetreuung traumatisierter Afrikaner und Araber übernehmen. Bei den „Grünen“ sind doch gerade 110 höchstkompetente Toleranz- und Integrationsfachkräfte frei geworden, die nur darauf brennen, ihre Fähigkeiten endlich in den praktischen Dienst am Geflüchteten zu stellen. Haben sie uns doch jahrelang die süße Hymne vom Glück der Bereicherung gesungen und fast bejammert, durch ihren aufopferungsvollen Dienst an der Demokratie daran gehindert zu werden, sich selbst um diese sonnenscheinenden Goldstückchen tags wie nachts zu kümmern. Jetzt haben sie diese Chance.
Und erhalten bei der Gelegenheit vielleicht sogar den einen oder anderen praxisgeleiteten Erkenntnisschub, warum sie bei der letzten Wahl abgewatscht wurden.
Win-win, sozusagen.

Freitag, 20. Oktober 2017

Video zum Freitag

Weil der BIPA gerade auf die Werbelinie „Weil ich ein Stoffzelt bin“ einschwenkt, hier ein kleines Schmankerl, wie Shampoowerbung in Zukunftsösterreich wohl bald aussehen könnte:

Mannomänner

Meine kleine Wortmeldung von gestern hat einige Kommentatoren auf den Plan gerufen, denen ich hiermit nicht nur danken möchte für ihre Diskussionsbeiträge, sondern auch hier antworten, weil ich glaube, für den Kommentarbereich würde es zu umfangreich werden. Hat sich so ergeben, dass da wohl doch noch etwas mehr zu sagen ist.

Anonym hat gesagt...
"Unkorrekt": Frauen und Männer unterscheiden sich sehr stark: Oben, im Kopf, beim Denken, Fühlen oder Verhalten. Hat die Natur nach x Millionen Jahren so eingerichtet. Männer sterben beispielsweise deutlich früher. "Quote" ist degenerative Wohlstandverlotterung. (Ganz am Rande: Meine Töchter arbeiten in anspruchsvollen Ingenieurberufen.)“

Werter Anonym,
Sie argumentieren mit Vernunft und Wissenschaft. Das wird als männliches Konstrukt zur Unterdrückung „der Frau“ von den Feministinnen strikt abgelehnt. Biologie und Chemie, selbst Psychologie und Verhaltensforschung sind für die Priesterinnen der Genderkirche männliche Lügengebilde, sie akzeptieren ausschließlich die Genderwissenschaft, die nicht einmal wissenschaftlich arbeitet sondern nur im Sinne einer Religion die Grundaussagen ihrer Prophetinnen zu bestätigen suchen und alles Widersprechende als Ketzerei verdammen. Eine riesige in sich geschlossene Blase mit extremem Filtereffekt.

Da wird die Aussage, dass hauptsächlich Männer in Vorständen vertreten sind, nicht etwa nach dem biologisch wie psychologisch und anthropologisch bewiesenen Fakt als Ergebnis des Strebens nach materiellem Erfolg und Anerkennung, was wieder der Familie zugute kommt, gewertet, sondern als Beweis der bösartigen männlichen Bekämpfung der armen unterdrückten Frauen. Da wird ein Opferbild gestrickt, das selbst bei muslimischen Vorbetern seinesgleichen sucht. Und an allem schuld, für alles verantwortlich und damit verpflichtet, sich freiwillig zu unterwerfen, ist der Mann. Und so er dies nicht unverzüglich tut und einen Schritt, am Besten verhüllt, hinter der Frau herhuscht um sie zu beschützen und zu bedienen wie es ihr gefällt… upps, da gleichen sich Ideologien ja wie Abziehbilder…

Die plumpe Propaganda kreischender Feministinnen disqualifiziert sich von selbst. Die Frauen, die mit Kraft und Wille zu etwas gekommen sind, werden bei uns heute nirgends mehr gebremst. Nur jene, die einen irrelevanten Blödsinn studiert haben und jetzt schreien, dass der böse Mann mit dem Ingenierurstudium irgendwann Chef der Konstruktion wird während sie für Billigstundensatz inhaltsleere „Gendermainstreaming“-Pflichtseminare halten müssen um sich über Wasser zu halten, tröten was von Unterdrückung und maßen sich an, immer wieder für „die Frauen“ zu sprechen, von denen sie aber kein Mandat dazu bekommen haben. Niemand hat sie davon abgehalten, Maschinenbau zu studieren. Nur sie selbst. Aber wie gesagt: der feministische Sexismus behauptet einfach immer, dass an allem irgend ein Mann schuld sein muss, und schon sind die Predigerinnen aus dem Schneider. Zur Not wird noch behauptet, dass Konstruktion eben „männlich“ wäre und erst auf „die Frauen“ angepasst werden müsste, softer, sozialer und emotionaler werden müsse, und wenn sie das nicht tue, wäre das ein weiterer Beweis für das Einmauern des Patriarchats. Dass Konstruktion Technik ist, die darauf ausgelegt ist, rational und funktional zu arbeiten und ein Rad rund ist, damit es rollt und weil Naturgesetze, die das vorschreiben, nicht von Männern erfunden wurden sondern einfach so sind, weil sie sind, wie sie sind, können diese trotzigen geistigen Kleinkinder nicht hinnehmen und stampfen umso wütender auf, wenn man ihnen mit Vernunft und Wissenschaft kommt.

Eine Gemeinde, die Wissenschaft und Vernunft ablehnt und ein selbstkonstruiertes Realitätsmützchen (und das im Zweifelsfall auch noch in pink und mit Katzenöhrchen) über alles stülpt und nichts akzeptieren kann, was sie sich nicht selbst ausgedacht haben, erfüllt für mich den Tatbestand der psychischen Filterblase. Die kann ich nicht für voll nehmen. Das haben sie mit den Hardcore-Moslems und anderen Radikalreligiösen wie Kreationisten gemein. Und sie tun auch denen, die sie zu vertreten vorzugeben wagen, keinen Gefallen. Denn die wenigen Frauen, die über Leistung und Kampfstärke nach oben kommen, müssen sich erst durch diese Feminazissen und deren auf Opfergelabere fußender Forderungskreischerei permanent beweisen, dass sie keine hohle Quotennuss sind sondern es wirklich über Leistung geschafft haben.

Aber diese Selbstgerechten und Moralinversäuerten interessiert das Schicksal anderer in Wirklichkeit nicht die Bohne, die wollen nur über Jammern und Schreien Posten für sich selbst kassieren, auf die sie aufgrund eigener Inkompetenz nie gekommen wären. Ein Mann fällt durch eine Prüfung, weil er zu blöd ist, eine Frau fällt durch die gleiche Prüfung, weil sie eine Frau ist. Und mit diesem Glaubenssatz wollen die voll genommen werden.

P.S. Gratulation zu diesen Töchtern!

raindancer hat gesagt...
also ich arbeite schon sehr lange im IT Bereich, zuvor lange in einer Branche wo das Verhältnis Männer Frauen ausgewogener war.
Ich finde anzügliche Witze sind entbehrlich, da zumeist dümmlich.
In der Tat sehe ich es ähnlich, wenn Frauen in die Technik wollen, sollen sie studieren und sich dafür interessieren. Reinschubsen wird nicht viel bringen.
Jedoch ist es nach wie vor augenscheinlich,dass Männer von der Männermeute offensichtlich mehr gefördert werden.
Bei Frauen wird immer angebracht sie arbeiten nicht so lange, haben die Babypause, brauchen oft Teilzeit.
Naja Männer schaffen auch einen ganzen Tag nichtstun mit Residenz in der Firma, das nennt sich dann oft trotzdem Überstunden. Rein fachlich seh ich wenig Unterschiede zwischen der Kompetenz von Männern und Frauen so sie sich beide entweder durch Erfahrung oder Studium auf das Fachgebiet vorbereitet haben.
Jedem Trottel muss klar sein, wenn überall zu 90% Männer in der Chefetage sitzen, dann läuft was falsch.
Umgekehrt sollte den Männern klar sein, dass 100% der Zeit in die Firma investieren und nichts in Familie, Sport und Freizeit wohl kaum effektives arbeiten genannt werden kann.
Es läuft was schief im Staate.“

Werte raindancer,
Sie schreiben:
Jedem Trottel muss klar sein, wenn überall zu 90% Männer in der Chefetage sitzen, dann läuft was falsch.“
Sorry, aber ich würde sarkastisch hinzufügen: nein, das ist nur Trotteln klar. Vernünftig denkenden Menschen nicht.
Und irgend ein Satz über „Männer“, die in der Firma auch nur Nichtstun, disqualifiziert sich von selbst. Sie springen da nämlich auf den Zug dieser dümmlichen „die Frauen“ und „die Männer“-Argumentierer auf, für den ich Sie für zu intelligent halte.

Es gibt Männer, die primitive Haklerjobs machen oder einfach nur den Blöden raushängen lassen und es gibt Männer, die Unternehmer werden oder Führungspositionen anstreben. Für Feministinnen alles „die Männer“, von denen „die Frauen“ unterdrückt werden.
Es gibt Frauen, die primitive Putzjobs machen und Frauen, die Unternehmerinnen werden oder Führungspositionen anstreben.

Dass prozentuell mehr Männer den Kampf in der Tretmühle zwischen Oben und Unten aufnehmen und durchbeißen als Frauen ist kein patriarchalisches Unterdrückungskonstrukt sondern einfach eine statistische Entwicklung die sich aus Diversität ergibt.

Diversität heißt, auch zu verstehen, warum in den Vorstandsetagen auch die Türken oder allgemein die Moslems rechnerisch unterrepräentiert sind. Nicht weil sie unterdrückt werden, sondern weil eben ein entsprechender Prozentsatz keinen Bock auf diese Tretmühle hat, wenn sich der 5er-BMW auch mit Dönerbude ausgeht. Oder Hartz IV plus steuerschonendem Vergnügungsmittelhandel.

Irgendwelche willkürlich herausgepickte Betätigungsfelder (Müllabfuhr und Bergbau tauchen da eher selten auf) als Beispiele der Abweichung von prozentuellen Bevölkerungsanteilen herzunehmen und daraus irgendwas abzuleiten ist billige propagandistische Taschenspielerei.

Wenn Führungspositionen nicht nach Kompetenz, Motivation, Kampfeswille und Einsatz vergeben werden sondern auf Basis der statistischen Verteilung in der Gesamtbevölkerung, werte raindancer, dann läuft etwas falsch, aber ordentlich. Denn auf solche Plätze gehören Leute, die es wollen und können, und nicht Leute, die glauben, es stehe ihnen einfach zu, weil sie laut schreien.

Umgekehrt sollte den Männern klar sein, dass 100% der Zeit in die Firma investieren und nichts in Familie, Sport und Freizeit wohl kaum effektives arbeiten genannt werden kann.“

Wird es auch nicht, hat damit nämlich gar nichts zu tun. Aber es ist eben biologisches Verhalten, statt gemütlich mit der Familie am Feuer zu sitzen und durch das Kauen von Wurzeln das Verhungern abzuwehren das Männchen lieber mehrere Tage fern der Familie auf der Jagd ist, um seine Sippe gut zu ernähren. Weil ihm auch im Falle, dass der Nachbar genug Futter für zwei Familien anschleppt, der Wurzelkauer bald allein sitzt, während seine Exsippe lieber beim Nachbarn sitzt. Lieber satte Zweitfrau als beim Faulen verhungern. Sorry, klingt vielleicht hart, aber so ist unsere Evolution verlaufen. Und noch heute sind die Weibchen für den Großteil des Konsums zuständig, während die Männchen für den Großteil des Einkommens zuständig sind. Wie diese Schere zu erklären ist, nämlich dass die eine Hälfte mehr Geld ranschafft als ausgibt und die andere Hälfte genau andersrum, wird lieber nicht betrachtet. Was nicht passt wird ignoriert.

Dass das Ganze nichts anderes ist als ein Werkzeug der Zerstörung der Familie, begreifen immer noch viel zu wenige. Erst hat man die Generationen zerschlagen, die Kinder in die Ganztagseinrichtung und die Großeltern ins Pflegeheim verfrachtet (Wer denkt mal darüber nach, dass eine Frau im Altenheim ganztags arbeiten geht um das Geld zu verdienen, das die Pflege ihrer Eltern im Altenheim kostet und die Ganztagsbetreuung für ihre Kinder – wäre sie zuhause, wäre das eine Nullrechnung, weshalb der Staat eingreift…), der familiäre Zusammenhalt wurde als Fron diffamiert, Eltern als potenzielle Gewalttäter und Kinderquäler (dabei gab es die wirklichen Missbrauchsfälle eher in den städtischen und kirchlichen Einrichtungen), Alte als Schmarotzer und zusammen mit den Kindern als Karrierebremsen. So stehen heute alle im Erwerbsleben, allein gelassen und nur noch gestützt durch Ehepartner.
Und dann wird ein Keil zwischen Mann und Frau getrieben.
Zufall? Oder eher die finale Zerstörung der Keimzelle unserer Gesellschaft?

„Es läuft was schief im Staate.“

Richtig. „Positive Diskriminierung“ und „Quoten“, „Gendermainstreaming“ und „Feminismus“, „Halbe-Halbe“ und „Frauenministerium“. Die haben im Staat nämlich nichts verloren. Der Rest läuft so, wie er läuft. Es gibt absolute Chancengleichheit. Jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich.

sokrates9 hat gesagt…
Finde die Kompetenz der Frauen und deren Führungsstärke sieht man bei den Grünen! Ideologie, Strategie, Taktik, Realitätsbewußtsein gehören einfach nicht zur Kernkompetenz der Frauen! Vielleicht in 1000 Jahren, derzeit noch nicht!“

Werter Sokrates9,
ich würde nicht alle über einen Kamm scheren. Es gibt sehr starke und tolle Frauen. Nur sind sie eben statistisch in anderer Stärke vertreten als Männer.
Bei den Grünen handelt es sich ja auch noch um ein ausgesuchtes Sammelbecken der Opferreligiösen. Sieht man an der Stutenbissigkeit rund um den Abgang Glawischnigs und der Jungen Grünen, um die internen Intrigen und das ganze Verhalten der Führungsriege im Wahlkampf.

Das wirklich putzige daran:
Am Ende übergeben die den Schrotthaufen, den sie hinterlassen, einem Mann, um aufzuräumen.

MfG Fragolin

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Wahrlich, wir leben in spannenden Zeiten ...

von LePenseur



DiePresse berichtet:

Katalonien: Madrid zieht „nukleare Option“

Die Separatisten ließen ein Ultimatum verstreichen. Spaniens Regierung will daher am Samstag die katalanische Autonomie vorübergehend aussetzen. Barcelonas Premier fürchtet seine Verhaftung.

Madrid. Die Zeichen zwischen Madrid und Barcelona stehen auf Sturm. Und dafür hat Kataloniens rebellischer Ministerpräsident, Carles Puigdemont, offenbar Vorsorge getroffen: Seine Leibwächtertruppe sei verstärkt worden, hört man. Und statt sich abends in der Dienstlimousine nach Hause chauffieren zu lassen, habe er sich nun hinter den dicken Mauern des Regierungspalasts in der Altstadt Barcelonas eingerichtet.

Fürchtet der Mann, der an der Spitze der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung einen Keil in die spanische Nation treibt, seine Festnahme?
Auch bei — angeblich — neutraler »Berichterstattung« schimmert die EUrokratisch-zentralistische Blattlinie eines Mainstream-Mediums deutlich durch. Denn ein Katalane kann wohl von seinem Selbstverständnis keinen Keil in die »spanische Nation« treiben, weil für ihn diese nur ein Konstrukt typisch nationalistischen Zentralismus' ist. 

Eine »spanische Nation« gibt es ebenso wenig, wie es einst eine »tschechoslowakische Nation gab« — deren Einwohner freilich klüger waren, und sich friedlich trennten, statt sich gegenseitig, wie bspw. die Bewohner einer ebenso inexistenten »jugoslawischen Nation«, die Schädel einzuhauen.


Ohne die Aktionen (oder gar die ideologische Richtung!) der derzeitigen katalanischen Regierung als besonders toll und das beste seit der Erfindung von Kaugummi bezeichnen zu wollen — aber das Spiel, auf das sich Ministerpräsident Rajoy einläßt, ist hochgefährlich! Nur zu leicht könnten andere, weit (sprach-)fremdere Völker (wie die Basken, die mit »Spaniern« ja wirklich nichts zu tun haben), die sich mit dem Staatsverband »Spanien« irgendwie abgefunden haben, sich provoziert fühlen, wenn ein lupenreiner Bürokrat wie Rajoy zu verstehen gibt, daß die vollmundig gewährte »Autonomie« in der Realität nur Bestand hat, wenn die damit großzügig Bedachten sie nicht in Anspruch nehmen.

Aktionen wie diese haben schon ganz andere Vielvölkerstaaten in Zerrüttung und Auflösung geführt. Und ob ein Professor Rajoy als der Premier des Bürgerkriegesund totalen Zerfalls in die Geschichte eingehen will — diese Frage möge er sich zweckmäßigerweise selbst beantworten, bevor er Aktionen setzt. Politisches Herostratentum gab es in Europa in den letzten hundert Jahren fürwahr genug ...

Wer hat‘s erfunden?

Günther Schabowski in einer Rede am 4. November 1989:
„Wir wollen eine DDR, von der jeder sagen kann: Das ist unser Land!“
Die damals junge Genossin Angela lernte...

Toleranzfaschisten

„Wir wollen keine Nazischweine!“ skandieren die aufrechten rotbraunen Sturmtruppen bei ihrem ersten Warmlauf noch am Wahlabend vor dem Wiener Parlament. Ihre Transparente sind geistvoll und widerspiegeln den mentalen Gesundheitszustand:
„Nazis raus!“, „Fuck Strache“, „Finde die rechte Sau!“, „Ich scheiß dir ins Gesicht!“
„Scharzblau schlägt zu – wir schlagen zurück!“
Man könnte das als die üblichen Ausrotzungen kranker Hirne aus der linken Stuhlreihe der Soziologie-Vorlesung abtun, aber es steht zu befürchten, dass bei einer Regierungsbeteiligung der Blauen diese Krakeeler ihre Freunde in Deutschland anrufen und der fröhliche Tourismus der rotbraunen Vermummungskünstler wieder losgeht und die das, was sie ankündigen, dann umsetzen.
So geht Toleranz auf Links.

Mannomann

Die „Zeit“, jenes frischebewahrende Hamburger Spezialpapier für die Verpackung von Produkten der Nordseefischerei, das gegen die Langeweile der eingewickelten Fische lustige Texte auf die Einpackbögen drucken lässt, hat in seinem Internet-Ableger (Wieso braucht Packpapier sowas? In einen Laptop kann man höchstens eine Flunder einpacken!) eine volkserzieherische Liste zusammengestellt, was Männer unbedingt beachten müssen, wenn sie Umgang mit Frauen pflegen.

Laut einer Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes haben 39 Prozent der Frauen im Berufsalltag schon Kommentare und Witze mit sexuellem Bezug gehört.“

Stimmt, das ist diskriminierend. Es beweist nämlich die Unterrepräsentanz von Frauen in technischen Werkstätten, Produktionshallen und am Bau. Sonst wäre die Quote doppelt so hoch.
Bei Männern beträgt sie übrigens gefühlte 100%.

Wenn du an einem Meeting teilnimmst und siehst, dass nur Männer anwesend sind, mach dich dagegen stark.“

Ach ja? Indem ich die Putzfrau mit einlade? Oder muss ich jedesmal unsere Firmenchefin dazuholen? Die wird sich bedanken. Hat ja nichts anderes zu tun, als die Quotentussi im Einkaufsmeeting zu spielen. Muss ich als Mann also losgehen, und irgend eine Frau, gegen die ich ja meine Machtposition nicht ausspielen darf, zum Quotendasein verknacken? Damit sie „repräsentiert“ ist?
Wenn sie dazugehört, kann sie sich selbst stark machen, wenn sie zu schwach dafür ist und männliche Anleitung braucht, tja, sorry, aber dann gehört sie nicht dazu. Diese „Benimmregeln“ sind ja offensichtlich nichts anderes als sexistische Aufforderungen, Frauen als gesellschaftlich Behinderte zu behandeln.
Und deshalb geht das in dem Ton auch weiter.

Wenn ein Mann eine Frau unterbricht, steh für sie ein. Sage: "Hey, sie hat etwas gesagt."“

Also abgesehen davon, dass es bei uns eher die Frauen sind, die Männer nicht zu Wort kommen lassen, gilt auch hier: Braucht das Prinzesschen einen strahlenden Ritter? Muss sie am Patschhanderl genommen werden? Wenn bei uns die Konstruktion mit dem Verkauf und der Beschaffung im Meeting sitzt, sitzen da vier Männer und zwei Frauen drin, und alle beide wären zurecht beleidigt, wenn ich mit so einem blöden Sager („Oh hört, sie kann sprechen! Sogar ganze Sätze bilden!!“) daherkomme. Die können sich selbst beschützen, die wissen, wie sie sich behaupten. Deshalb sitzen sie auch in dem Meeting und räumen dort nicht nur das Geschirr rein und raus.

Bezeichne Frauen im beruflichen Kontext niemals als hysterisch.“

Ach, und wenn sie es sind? Als überstimuliert situationsinkohärent?

Berühr keine Frauen, die du nicht kennst – und ganz ehrlich: Wenn du das generelle Bedürfnis hast, irgendwelche Frauen anzufassen, frag dich, warum.“

Gibt es den Satz auch auf arabisch?
Wurde der auch mit der örtlichen Vertrauensperson der islamischen Glaubensgemeinschaft diskutiert? Oder kann man den gleich mal als islamophob stehen lassen?
Nein, keine Hetze, sondern Tatsache: Immerhin hat ein Imam erklärt, Vergewaltigung wie in Köln geht absolut in Ordnung, denn wenn sich Frauen unzüchtig bekleidet vor strammen Arabern zeigen, dann ist das, als würde man ein Stück rohes Fleisch vor ein hungriges Löwenrudel werfen. Das bei den Löwen die Weibchen jagen weiß der Islamkundige scheinbar nicht, aber was soll‘s, die glauben ja auch, die Erde wäre eine Scheibe und die Raumfahrt ein Märchen der Ungläubigen, was sie gerne auch über Satellitentelefon verbreiten.

Hast du das Gefühl, Frauen schulden dir etwas? Das tun sie nicht.“

Irrtum. Einige schulden mir schon seit ewig Geld. Aber das sehe ich eh nie wieder. Und eine ein paar Jahre meiner Lebenszeit. Aber die sind auch weg. So what.

Selbst wenn du meinst: "Hmm, und was ist mit grundsätzlichem Respekt?" Dann frage dich, ob du ihr denselben entgegenbringst.“

Was hat das mit Frauen zu tun, ihr sexistischen Schwachmatiker? Respekt muss man sich verdienen, und dann kann man ihn einfordern. Egal ob Mann oder Frau. Oder sonstwas.

Schicke einer Frau keine Bilder von deinem Penis. Es sei denn, sie hat darum gebeten.“

Echt? Die bitten bei euch darum? Also mich hat noch nie eine gebeten. Und ich schicke auch keine Bilder.
Als ich noch ungebunden war, haben ihn einige sehen wollen, aber die standen alle auf Natur und echt, mit anfassen und so, und sagten das auch nicht so sondern man hat einfach geflirtet und irgendwann, nach Stunden oder Wochen, das war individuell anpassbar, flachgelegt.
Bin ich froh, aus der analogen Zeit zu kommen, als man Sex noch mit Leuten und nicht mit Bildern gemacht hat! Ganz normal, hetero und mit viel Spaß, ohne jedes schlechte Gewissen. Ich beneide mich selbst um diese Zeit.

Erlaube dir keine Schlüsse über die Intelligenz von Frauen, ihre Fähigkeiten oder ihre Wünsche nur aufgrund ihrer Kleidung.“

So, liebe Fischkoppeinwickler, eines möchte ich euch noch in die Merkzeile als Kommentar klickern: Ihr seid sexistische, biologistische und schwer diskriminierende Armleuchter! Kein Wort zum richtigen Umgang mit Menschen der anderen 146 Geschlechter, mit biologischen Männern, die sich als Frauen fühlen und umgekehrt, oder als irgendwas anderes, was weiß ich. Ihr fokussiert euch auf billigen Geschlechterkampf im Rahmen des überholten patriarchalischen Konstrukts der biologischen Definition von Geschlecht.
Bei den angesprochenen Szenen scheint es sich um praktische Erfahrungen aus der eigenen Redaktionsstube zu handeln. Meine Fresse, muss es da rund gehen...

Zahle Frauen dasselbe Gehalt, das du Männern zahlst.“

Zahle ich. Denn der KV sieht nichts anderes vor, er lässt mir keinen Spielraum. Nur die Qualifikation und die Leistungseinstufung, und auch die sind vorgegeben und nicht von mir altem Sack mit hämischem patriarchalischem Hohnlachen extra als gläserne Decke gegen Frauen gezimmert worden.
Wer als HTL-Abgänger in die Konstruktion kommt, wird als Konstrukteur bezahlt. Das Geschlecht ist mir sowas von wurscht, wenn die Leistung passt.
Ich werde aber niemals einer Frau das gleiche zahlen wie einem Mann, wenn der Mann in 3D hochkomplexe Maschinen konstruiert und die Frau einmal in der Woche den Bildschirm an seinem PC abwischt. Und das gilt übrigens auch andersherum. Die biologischen Ausformungen zwischen den Beinen sind kein Qualifikationskriterium.

Deshalb von mir noch ein Tipp für „die Frauen“ zum richtigen Umgang mit „den Männern“:
Benehmt euch einfach ganz normal und setzt auf das, was ihr könnt, aber vergesst dieses dümmliche Opfer-Getue und dieses ständige Gejammere nach dem Mann, der euch verteidigt oder protegiert, damit ihr durch Schiebung das bekommt, was der Mann durch Mühen erreicht hat. Der beste Beweis sind die starken Frauen, die mit den gleichen Mühen weit gekommen sind; denen spuckt ihr ins Gesicht, wenn ihr fordert, dass das allen Frauen zusteht weil sie Frauen sind, was sich einige hart erkämpfen mussten.
Hört einfach auf damit.
Und wenn ihr zuwenig könnt, dann lernt.
Der prozentuelle Frauenanteil bei den Meisterprüfungen im Maschinenbau liegt im unteren einstelligen Bereich. Niemand steht euch im Weg außer ihr selbst!

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Independence Day

Ich hatte heute ein interessantes Gespräch, in dem mein Gegenüber einen netten Vergleich zog.
Wir sprachen über die Willkommensklatscher und Teddywerfer und deren Realitätsverweigerung, selbst wenn es welche aus ihren Riehen trifft mit Vergewaltigungen, Gewalt und anderen kulturellen Bereicherungen.
Er erinnerte an den Film „Independence Day“ von Roland Emmerich.
„Erinnerst du dich an die Szene, als die Willkommensklatscher auf dem Wolkenkratzer, direkt unter dem gigantischen Alien-Kreuzer, mit Transparenten standen und die „Besucher“ ordentlich „Willkommen heißen“ wollten? Die schauten noch verzückt in das Licht, als über ihnen die Luken aufgingen und die Angreifer ihre Hauptwaffe zündeten.
Die waren verblendet bis zur letzten Sekunde. Und trotzdem die ersten, die dran waren, als es losging.“

Ich finde dieses Gleichnis treffend.

Gattin

Was haben gerade die Grünen immer getrötet, dass es unmenschlich sei, dass eine Frau von den Einnahmen ihres Mannes abhängig sei (außer bei Muselmanen, da muss das gefördert werden). Und jetzt trifft es die Chefin des Grünen Parlamentsklubs (für teutonische Mitleser: der Grünen Fraktion), die nach dem Komplettversagen der eigenen Realitätsfähigkeit ihre Koffer packen müssen und in ausbeuterischer Manier gleich mal über 110 Mitarbeiter auf die Straße setzen (komisch, bei Unternehmern gilt der Mangel an eingenommenem Geld absolut nicht als Ausrede für Entlassungen), und sie darf zurück an den Herd, faktisch hauptberuflich tätig als Gattin. Ihr Gatte hat ja einen gut dotierten Posten als Bundespräsident, wo er fürstlich dafür bezahlt wird möglichst 24/7 die Klappe zu halten, um nicht peinlich zu werden. Ob er ihr schon empfohlen hat, aus Solidarität und praktischen Erwägungen gleich mal ein Kopftuch aufzusetzen, ist nicht übermittelt.

Linker Humor

Hahaha wie lustig, die „Satiriker“ von der „Titanic“ sind endlich auf Böhmermann-Niveau angekommen. Und rufen unter dem Deckmantel der „Satire“ zum Mord am „Baby-Hitler“ Sebastian Kurz auf.



Ja, so geht linker Humor. Man erklärt jeden, der einem nicht zu 100% zu Gesicht steht, zum Ungläubigen, äh, zum Nazi, und erklärt ihn zum lebensunwerten Freiwild. Und unter „Hitler“ geht da eh nix mehr, die sind schon auf dem argumentativen Kellerboden aufgeschlagen und beißen sich jetzt am Estrich die Zähne aus.

Nur mal so ein Gedankenspiel:
Die gleiche Hetze auf einem Bild von Merkel: „Endlich möglich: Alte Ossi-Schachtel abschießen!“
Oder doch Claudia Roth? „Endlich möglich: Heulboje abknallen!“
Vielleicht aber auch das Bild einer Moschee? „Endlich möglich: Islamistenbrutstätten eliminieren!“
Na, ist das Satire?
Wer jetzt noch die Frage mit „Ja“ beantworten kann, kann sich zurücklehnen.
Wer nicht, sollte sich fragen, warum bei einem solchen verhetzenden Hass-Getwittere die Amadeu-Antonio-Stiftung schweigt.

Übrigens, liebe „Titanic“-Hetzer, die ihr euch für Satiriker haltet, nur weil unter diesem Deckmantel jede linke Hetze verkauft werden darf: Satire ist zwar immer Provokation, aber Provokation ist nicht immer Satire. Manchmal ist sie einfach nur billige Hetze. Satire mit Niveau, das wäre ein Bild, was das Subjekt der Lächerlichkeit preisgibt, Kurz verschaukelt, ihn auf Silberstein-Niveau als Baby auf Schüssels Arm zeigt, ja, das ist Satire.

Satire, das ist etwas, was mit Scherz, Ironie und tieferer Bedeutung einhergeht und nicht auf dem Grabbeltisch der Geschmacklosigkeiten einfach als Bodensatz unten ausflockt. Ihr seid keine Satiriker, nur weil ihr im übertragenen Sinne Haken- und Fadenkreuze an Hauswände schmiert, denn da bewegt ihr euch auf dem gleichen Niveau wie Leute, die Schweineblut auf Moschee-Baustellen kippen. Ach was, die sind sogar noch lustiger, weil sie niemanden körperlich gefährden.

Wer Aufruf zum Mord als Schenkelklopfer sieht ist auf einem geistigen Niveau unterwegs, wo man sich über Besachwaltung ernsthaft Gedanken machen müsste. Das ist die mentale Ebene von Hinterhofglatzen, die sich bei einem echten doitschen Bier in der Stammkneipe gegenseitig ausmalen, wie lustig es wäre, sowas wie Merkel oder Schulz mit dem Baseballschläger in die Gosse zu prügeln.

Naja, wer sich auf diesem Niveau geistiger Pantoffeltierchen wohl fühlt, wird wohl weiter dieses linksbedruckte Klopapier kaufen und sich freuen, wenn dort linksextreme Hetze auf den nächsten G20-Gipfel vorbereitet. Was zu dem Rückschluss führt: Wer sowas jetzt noch kauft, ist einfach krank im Hirn. Sorry, aber einen anderen Schluss kann ich nicht ziehen.